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Ludi Vojago

Brettspielschaffungs Werkstätten in Europa

Über den Projekt

Ludi Vojago ist eine Projektwerkstatt für die Entwicklung von Gesellschaftsspielen, die in verschiedenen europäischen Ländern stattfinden wird.

Ich werde 6 Monate lang durch 9 Länder reisen, um in verschiedenen Einrichtungen – Spielotheken, Kulturzentren, Schulen, Spielclubs etc. – 12 Werkstattreihen zu veranstalten.

In jeder Werkstatt werden die Teilnehmer Prototypen von Gesellschaftsspielen entwickeln, die sie anschließend mit nach Hause nehmen können.

 Ziel des Projekts

Das Motto von Ludi Vojago ist ganz einfach: Spielen ist cool!

Spielen bringt Menschen zusammen, schafft Beziehungen, macht Freude. Es ist eine stimulierende Aktivität, die für jeden zugänglich ist. Von Mensch ärgere dich nicht bis zu Tabu, von 7 Wonders bis zu Dixit: Gesellschaftsspiele sind unglaublich vielfältig und jeder findet etwas, was er gerne mag.

Aber gehen wir doch einen Schritt weiter!  Das Entwickeln von Spielen ist eine kreative und bereichernde Tätigkeit. Eigentlich ist es nicht schwer, denn dazu sind nur eine gute Idee, etwas Material und die richtigen Kenntnisse nötig.

Ludi Vojago will einen Rahmen schaffen, der Zugang zu den notwendigen Materialien und Kenntnissen erlaubt. Dank der Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort werden die Werkstätten in einer Umgebung stattfinden, mit der die Spieleschöpfer bereits vertraut sind.

Der internationale Aspekt des Projekts erlaubt einen Einblick in die unterschiedlichen Spielpraktiken europäischer Länder. Wird in anderen Ländern anders gespielt? Welche spontanen Spielentwicklungsideen haben die Menschen an verschiedenen Orten? Durch Ludi Vojago werde ich hoffentlich einige Antworten auf diese Fragen finden.

 Ablauf einer Werkstattreihe

Jede Werkstattreihe wird sieben Tage dauern. 

Erster Tag: Kontaktaufnahme vor Ort und Einrichten

Materialpakete werden den teilnehmenden Einrichtungen im Voraus aus Frankreich zugeschickt. Ich werde bei meiner Ankunft sicherstellen, dass das Material in gutem Zustand angekommen ist und vor Ort zusätzliches Material wie Papier, Stifte und Karton besorgen. 

Fünf Tage: eintägige Werkstätten mit Spielen am Morgen und Spielentwicklung am Nachmittag

Jede Werkstatt dauert einen Tag und ist in sich geschlossen. Die Teilnehmer können jedoch auch an mehr als einer Werkstatt teilnehmen, wenn sie gerne möchten.

Der Morgen jedes Tages wird dem Spielen gewidmet sein. Wir werden verschiedene Spiele aus dem Materialpaket und aus meinem Rucksack spielen – eine gute Möglichkeit, das Eis zu brechen und miteinander Spaß zu haben, aber auch Thematiken und Spielmechaniken kennenzulernen, die später als Inspiration dienen können.

Am Nachmittag wird es dann ernst! Nach einer kurzen Einführung in die Spielentwicklung bilden die Teilnehmer Gruppen. Danach wird jeder Gruppe ein Thema zugeteilt, weil eine gewisse Einschränkung oft förderlich ist für die Kreativität. Das vorgegebene Thema ist aber nicht zwingend und es kann auch ein anderes gewählt werden, wenn eine Gruppe eine bessere Idee hat.

Ich werde bereitstehen, um jede Gruppe zu unterstützen und Ratschläge zu geben. Wenn Teilnehmer an einer weiteren Werkstatt teilnehmen möchten, um an einem Prototyp weiterzuarbeiten oder ihm dem letzten Schliff zu geben, ist dies möglich und ich werde ihnen dabei sehr gerne helfen.

Letzter Tag: Teilen mit der ganzen Welt!

Dieser Tag ist ganz dafür da, die öffentlichen Informationen über Ludi Vojago auf dem neuesten Stand zu halten. Ich werde den Blog sowie die Facebook- und die Twitter-Seite des Projekts aktualisieren mit Fotos, Berichten und einigen interessanten Spieleprototypen (wenn die Schöpfer ihr Einverständnis geben).

Eine Woche Werkstätten, eine Woche Reisen

Zwischen zwei Werkstattreihen wird immer eine Woche vergehen. Während dieser Zeit werde ich aber keineswegs untätig sein, sondern weitere Spielotheken, Spielclubs etc. besuchen, auf die ich durch persönliche Kontakte oder via E-Mail, Facebook oder Twitter aufmerksam geworden bin.

Und es könnte noch mehr dazukommen: Ich spiele mit der Idee, in Städten zwischen zwei meiner Reiseziele einzelne eintägige Werkstätten zu organisieren.

 Geplante Route

Bereits bekannte Einrichtungen, die teilnehmen:

Innsbruck – Die Bäckerei – Kulturbackstube: Zentrum für kulturellen und sozialen Austausch

Reiseerfahrungen

Ludi Vojago hat das Potenzial, zu einer sehr erlebnis- und lehrreichen Reise zu werden. Ich werde beispielsweise mehr darüber erfahren, ob in Bosnien anders gespielt wird als in Frankreich, welche Spielthemen in Italien beliebter sind als in Bulgarien und wie man eine gute Werkstatt organisiert.

Um dieses neu gewonnene Wissen zu teilen, werde ich im Anschluss an meine Reise ein Reisetagebuch im PDF-Format zusammenstellen, das in erster Linie meine Erlebnisse und Fotos enthalten wird.

Wofür ist das eingesammelte Geld?

Ludi Vojago ist eine gemeinnützige und unabhängige Initiative und hat zum Ziel, Spielewerkstätten so zu organisieren, dass sie sowohl für Teilnehmende als auch für die Einrichtung vor Ort kostenlos sind.

Das heißt aber leider nicht, dass das Projekt ohne Finanzierung durchgeführt werden kann, denn um manche Ausgaben kommt man nicht herum: Verpflegung, Unterkunft, Reisen, Material für die Werkstätten, um nur einige zu nennen. Dank vorheriger Reisen weiß ich zwar, wie man diese Kosten so niedrig wie möglich halten kann, aber sie fallen dennoch an.

Wie oben ersichtlich ist, wird die Finanzierung durch Ulule keineswegs die Gesamtkosten decken.

 Was passiert, wenn das Projekt mehr als 1500 € erreicht?

Zusätzliches Geld wird für einen der folgenden Zwecke verwendet werden:

Zusatzmaterial: Qualitativ besseres oder mehr unterschiedliches Material für die Werkstätten.

Tablet: Ideal, um bei minimalem Gewicht viele Gesellschaftsspiele „in der Tasche“ zu haben und spielen zu können.

Frühere Veröffentlichung des Reisetagebuchs: Voraussichtlich werde ich während des Zusammenstellens von meinem Reisetagebuch einer zahlenden Arbeit nachgehen müssen, um genügend Geld für meine täglichen Bedürfnisse zu haben. Deswegen heißt mehr Geld mehr finanzielle Reserven, was mir wiederum bei meiner Rückkehr mehr freie Zeit gibt, die ich ganz dem Schreiben des Tagebuchs widmen kann.

Über den Projektträger

Ich heiße Aurélien Lefrançois und bin Spieleentwickler. Ich habe in Frankreich an der Enjmin, der nationalen Schule für Spiele und interaktive digitale Medien, einen Master in Spielentwicklung abgeschlossen. Danach habe ich als Entwickler an Imagana mitgearbeitet, einem Lerncomputerspiel für Menschen mit funktionalem Analphabetismus. Während meines Studiums habe ich ein erstes Gesellschaftsspiel entwickelt, Eko. Für mehr Informationen können Sie sich gerne mein Online-Portfolio ansehen.​

Eko, Gesellschaftsspiel mit Würfeln, deren Seiten austauschbar sind

Ich nehme außerdem regelmäßig an Game Jams teil, bei denen innerhalb von 48 Stunden ein Spiel entwickelt wird. Daher bin ich es gewohnt, innerhalb kurzer Zeit neue Spiele zu entwickeln. Das Entwickeln von Spielen ist eine tolle Möglichkeit, sich auszudrücken. Es ist eine kreative und zum Nachdenken anregende Tätigkeit, die die verschiedensten Kompetenzen in Anspruch nimmt, aber trotzdem für jeden zugänglich ist.

Neben diesen Aktivitäten bin ich ausgebildeter Jugendleiter (französisches Diplom BAFA). Ich habe bereits in einigen Freizeitlagern von Telligo mitgeholfen, unter anderem an der Video Game Academy, die ich Ende April wieder begleiten werde.

Eine weitere meiner Leidenschaften ist das Reisen. Ich hatte bereits die Möglichkeit, im Ausland zu wohnen und via Fahrrad und Autostopp durch verschiedene europäische Länder zu reisen. Außerdem konnte ich dank der Website Couchsurfing schon viele ganz unterschiedliche Leute treffen oder beherbergen. Eine meiner größten Motivationen ist es, neue Kulturen zu entdecken und neue Personen kennenzulernen. Ein Projekt wie Ludi Vojago verbindet also meine Leidenschaften und ich kann es kaum erwarten, mich auf den Weg zu machen!

(Many thanks to Tabea Keller for the translation, and to Aurélie Chaput & Hélène Marquer for the additional translation !)