Helfen Sie uns, den Mond zu bekommen!

Ermöglichen Sie dem Naturhistorischen Museum Wien, einen außergewöhnlichen Mondmeteoriten zu erwerben.

Über

Zweck dieses Aufrufs ist es, den Erwerb eines sehr seltenen und einzigartigen Mondmeteoriten für die Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien (Österreich) zu ermöglichen. Dabei geht es nicht nur darum, dieses außergewöhnlich große Fragment des Mondes der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern auch, um die Erforschung dieses einzigartigen Meteoriten durch ein internationales Netzwerk an Wissenschaftern zu ermöglichen. Dieses einmalige Objekt – bietet uns eine der seltenen Gelegenheiten mehr über unseren Mond zu lernen und einen seltenen Meteoriten für zukünftige Generationen und wissenschaftliche Arbeiten zu bewahren.

Sie werden den Meteoriten anschauen können, Ihre Kinder werden ihn sehen können und viele Generationen nach Ihnen werden ebenso die Chance haben, ihn zu studieren, vorausgesetzt dieses Mondgestein wird Teil unserer Sammlung.

Sie wissen was Sie tun müssen, um dem öffentlichen Publikum und den Wissenschaftern/innen zu ermöglichen, den Mond zu „berühren“? UNTERSTÜTZEN SIE UNS!

 

Was wissen wir bisher?

Vor einigen Tausenden von Jahren wurde dieses Fragment durch einen Einschlag vom Mond weggeschleudert.

Vor einigen hundert Jahren und nach einer sehr langen Reise durch unser Sonnensystem ist dieses Objekt schließlich zur Erde gelangt.

Dieser rund 410 g schwere Meteorit, welcher erst in diesem Jahr in der Westsahara entdeckt wurde, erhielt den Namen Oued Awlitis 001, benannt nach der Wüstengegend, in der dieses einzigartige Objekt gefunden wurde.

Der Mondmeteorit Oued Awlitis 001 kurz nach seinem Auffinden in der Westsahara (Foto: M. Aid).

 

Dieses seltene Gestein bietet uns nun die einmalige Gelegenheit, unseren Mond besser zu verstehen und seine geologische Vergangenheit detaillierter zu rekonstruieren.

Der Mondmeteorit Oued Awlitis 001 mit der Mondoberfläche im Hintergrund (Foto: L. Ferrière).

 

Sobald der seltene Mondmeteorit mit Ihrer großzügigen Unterstützung erworben werden kann, wird es einem internationalen Konsortium von Wissenschafter/innen möglich sein, mit Laboruntersuchungen zu beginnen. Leiter des Konsortiums ist Ludovic Ferrière, ein 32-jähriger französischer Wissenschafter, der am Naturhistorischen Museum Wien für die Gesteinssammlung und die berühmte Meteoritensammlung zuständig ist. Für nähere Informationen über das Konsortium siehe: http://www.meteorimpactonearth.com/consortium. Es wird erwartet, dass bereits nach einigen Monaten die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse bekannt gegeben werden können und Sie können stolz darauf sein, mit Hilfe Ihrer großzügigen Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur „Weltraumforschung“ beigetragen und ein Stück vom Mond für nächste Generationen bewahrt zu haben!

Im Verlauf der Apollo-Missionen der NASA wurden weniger als 5 Prozent der Mondoberfläche beprobt. Daher ist dieser Mondmeteorit ist eine besondere Gelegenheit, die Untersuchungen an unserem natürlichen Satelliten fortzuführen und stellt eine enorme Bereicherung für die Erforschung der Herkunft und der Entwicklung des Erde-Mond-Systems dar.

Dieser einmalige Mondmeteorit ist derzeit im Meteoritensaal des Naturhistorischen Museums Wien ausgestellt. Es ist der mit Abstand größte lunare Meteorit, der je in Europa öffentlich präsentiert wurde. Die Präsentation geht zumindest bis Ende 2014 – und mit Ihrer großzügigen Unterstützung hoffentlich noch viel länger…

 

„Identitätskarte“ des Oued Awlitis 001 Mondmeteoriten

Herkunft: Mond

Entstehungsalter: Unbekannt (wird durch Wissenschafter/innen aus dem Konsortium bestimmt)

Irdisches Alter: (d.h., Zeitpunkt, seit dem der Meteorit auf die Erde gefallen ist): (wird durch Wissenschafter/innen aus demKonsortium bestimmt)

Fundort: Westsahara (25.954°N, 12.493°W)

Funddatum: 15.01.2014

Meteoritenart: Mondmeteorit (anorthositischer „meltrock“ (Feldspat-reiches, aufgeschmolzenes Gestein))

Merkmale der verschiedenen Fragmente:

*Hauptstück (Hauptmasse zum Ausstellen und für „zerstörungsfreie“ Analysen): 362,37 g / 7,7 × 7,0 × 4,0 cm

* Ein großes Bruchstück (für wissenschaftliche Untersuchungen): 47,40 g / 5,4 x 3.0 x 2,7 cm

* Zwei sehr kleine Bruchstücke (für wissenschaftliche Untersuchungen): 0,65 g / 1,1 x 0,7 x 0,4 cm & 0,6 x 0,4 x 0,3 cm

Gesamte verfügbare Masse = 410,43 g

Bruchstücke des Mondmeteoriten Oued Awlitis 001, die für wissenschaftliche Untersuchungen vorgesehen sind (Foto: L. Ferrière).

Wofür ist das eingesammelte Geld?

Die Gesamtsumme, die notwendig ist, diesen einzigartigen Mondmeteoriten zu erwerben und eine detaillierte und innovative wissenschaftliche Bearbeitung zu ermöglichen, beträgt 110.000 €. Diese Summe wird vielen enorm hoch erscheinen – und nur einigen wenigen sehr niedrig. Wir jedenfalls vertrauen auf Ihre Unterstützung um diesen Stein anzukaufen und zu erforschen.

In Anbetracht der Preise für Edelsteine und andere seltene Meteoriten ist der Ankaufspreis dieses Meteoriten sehr gering, besonders wenn man bemerkt, wie gut erhalten der lunare Meteorit in seinem Inneren ist. Diese Summe ist auch in keiner Weise vergleichbar mit den enormen finanziellen Aufwand (einige Hundert Millionen Euro), die notwendig wäre, um auf dem Mond ein derartiges Objekt zu sammeln und anschließend zur Erde zu bringen.

Danke, dass Sie uns als großzügiger Unterstützer helfen, den Mond für das Museum und die Erforschung zu erwerben und für die Nachwelt zu erhalten…

Wenn es uns gelingt die notwendigen Mittel aufzubringen werden wir:

*In der Lage sein, den Meteoriten detailliert wissenschaftlich zu untersuchen und mehr über unseren Mond lernen.

*Diesen Gestein für die Allgemeinheit und vor dem Verschwinden in einer nicht zugänglichen, privaten Sammlung zu retten, da er für immer in den Bestand der Sammlungen des NHM Wien bleiben wird. Die Meteoritensammlung des NHM Wien ist die weltweit älteste kuratierte Meteoritensammlung und beheimatet viele unbezahlbare Objekte (einige davon bereits als Geschenk an den Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen), die seit Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts erworben wurden.

Über den Projektträger

Das Naturhistorische Museum Wien (NHMW; http://www.nhm-wien.ac.at) ist eines der größten, ältesten und bemerkenswertesten naturkundlichen Museen der Welt.

Ansicht des Naturhistorischen Museums Wien, ein Gebäude, das 1889 eröffnet wurde (Foto: L. Ferrière).

 

Seine Sammlungen wurden 1750 von Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, Gemahl von Kaiserin Maria Theresia begründet. Es beherbergt mehr als 30 Millionen natürliche Objekte und Artefakte einschließlich verschiedener Suiten wissenschaftlicher Sammlungen – darunter die älteste Meteoritensammlung der Welt. Ein beträchtlicher Teil dieser Sammlung, der im erst kürzlich renovierten Meteoritensaal ausgestellt ist, stellt die weltgrößte Schausammlung von Meteoriten dar.

Eine große Anzahl von berühmten und einmaligen Objekten, wie beispielsweise die 25.000 Jahre alte Figur der „Venus von Willendorf“, wird in 39 Schausälen präsentiert und jährlich von mehr als einer halben Million Leuten besucht.

Ansicht des Meteoritensaals des NHMW mit der weltweit größten Schausammlung von Meteoriten (Foto: K. Kracher).

 

Das NHMW hat nicht nur eine lange Geschichte in der Kuratierung von von seltenen und wertvollen Objekten, sondern ist auch eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Österreichs.

In sieben wissenschaftlichen Abteilungen des NHMW betreiben mehr als 60 Wissenschafter/innen Grundlagenforschung in verschiedenen Bereichen der Geo-, Bio,- und Humanwissenschaften. Das Spektrum umfasst unter anderem die Zusammensetzung der Erde, den Ursprung des Sonnesystems, die Entwicklung und Ausbreitung von primitiven Pflanzen und Tieren, Biodiversität und Genetik.

Die Experten/innen am NHM arbeiten in ihren Spezialgebieten unter Verwendung der modernsten zur Verfügung stehenden Einrichtungen in enger Verbindung mit anderen internationalen Forschungsinstituten zusammen.

Dieses besondere Projekt wird von Dr. Ludovic Ferrière, Hauptkurator der Gesteinssammlung und Ko-Kurator der Meteoritensammlung, geleitet. In den vergangenen dreieinhalb Jahren hat er wesentlich zu den Arbeiten für die Neupräsentation der Meteoritensammlung und zur Reorganisation von NHMW Sammlungen,entsprechend modernen Standards, beigetragen. Als Forscher hat er mehrere internationale Forschungsprojekte betreffend Meteoriten und Impakte – einschließlich der Entdeckung eines bisher unbekannten 17 km-Durchmesser Impaktkraters in der Demokratischen Republik Kongo- durchgeführt.

Ludovic Ferrière und einige Presseartikel über ihn.

Für weitere Informationen dazu siehe http://www.meteorimpactonearth.com

Das international zusammengesetzte Qued Awlitis 001 Mondmeteoriten-Konsortium besteht größtenteils aus jungen, aber bereits bekannten und erfahrenen Wissenschafter/innen in den Dreißigern und einigen Experten mit langjähriger wissenschaftlicher Tätigkeit und Expertise. Näheres dazu finden Sie auf: http://www.meteorimpactonearth.com/consortium

Allgemeine Informationen über das Naturhistorische Museum Wien: http://www.nhm-wien.ac.at

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